OBSESSED WITH LIGHT


IN ENTWICKLUNG - ein Dokumentarfilm von Sabine Krayenbühl und Zeva Oelbaum

DOP: Bob Richman
Ko-Produzent: Christian Popp
Executive Producer: Denise Benmosche, Elizabeth Rodriguez Chandler, Susan Margolin, Ruedi Gerber

Synopsis
Obsessed with Light ist ein abendfüllender Dokumentarfilm, der die Geschichte von Loïe Fuller (1862-1928) erzählt, die neue Wege in Tanz, Bühnenbeleuchtung und Design beschritten hatte. Geboren im Mittleren Westen, zog Fuller 1892 nach Paris, um ihren neuen Tanz in den Folies Bergère uraufzuführen, und wurde über Nacht zu einer Sensation. Was sie schuf, war weitaus abstrakter und komplexer als alles bisher Dagewesene. Ihre patentierten Innovationen in der Beleuchtungstechnik und im Bühnendesign sind die Vorläufer einiger der heute aufwändigsten Multimediaproduktionen. Ihrer Zeit voraus, als sie den Wert ihrer Arbeit erkannte, war Fuller eine erbitterte Verteidigerin ihrer Eigentumsrechte. Sie lancierte die Karriere von Isadora Duncan, förderte die Skulptur von Auguste Rodin in den USA und beriet Marie Curie und Thomas Edison, um ihre Kostüme zum Leuchten zu bringen. Sie inspirierte Künstler und Filmemacher ihrer Zeit wie Picasso, Whistler, Rodin, Toulouse-Lautrec, Alice Guy Blaché, die Gebrüder Lumière und in jüngerer Zeit einige der berühmtesten Künstler und Interpreten unserer Zeit.

Offen schwul, entsprach Fuller nie den Erwartungen der Gesellschaft. Zusammen mit ihrer langjährigen Partnerin Gabrielle Bloch arbeitete sie an zahlreichen Projekten, darunter auch an Experimentalfilmen. Fuller übernahm ein Maß an Verantwortung für ihr Leben und ihre Karriere, das heute bemerkenswert wäre und für ihre Zeit fast unglaublich war. Sie zeigte keine Entschuldigung für ihr Aussehen, ihre Sexualität, ihren Ehrgeiz, ihre persönlichen Grenzen und ihre bescheidenen Anfänge. Obwohl sie weitgehend in Vergessenheit geriet, war Fuller eine der visuell kühnsten Personen des frühen 20. Jahrhunderts. Obsessed with Light zeigt, wie sich der Einfluss dieser Wegbereiterin auf erstaunliche und unerwartete Weise auf unsere eigene Kulturlandschaft ausgeweitet hat. 1928 starb Fuller an Brustkrebs und wurde auf dem Pariser Friedhof Père Lachaise beigesetzt.

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